WIRTSCHAFTSPROFIL

Wirtschaft
Schweden ist eines der hochindustrialisiertesten Länder Europas und ein moderner Wohlfahrtsstaat mit vorbildlichen Sozialeinrichtungen. Nach einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen Anfang der neunziger Jahre führte die schwedische Regierung umfangreiche Spar- und Konsilidierungsmaßnahmen durch und verfolgte eine erfolgreiche Beschäftigungspolitik. Die verarbeitende Industrie spielt eine entscheidende Rolle, wichtige Bereiche sind die Fahrzeugindustrie sowie die Pharma-, Medizingeräte- und Werkzeugmaschinenindustrie. Auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie hat sich Schweden ebenfalls einen internationalen Ruf erworben. Das Land ist reich an Bodenschätzen, neben Silber-, Blei-, Kupfer-, Zink-, Mangan- und Wolframerzen wird vor allem Eisenerz abgebaut. Die Bedeutung der Montanindustrie hat sich in den letzten Jahren jedoch weiter verringert. Die schwedische Forstindustrie gehört zu den führenden der Welt. Nur etwa 10% der Fläche sind Ackerland. Angebaut werden hauptsächlich Kartoffeln, Getreide, Zuckerrüben, Raps und Obst. Es wird intensive Viehzucht betrieben, in Nordschweden auch Ren- und Pelztierzucht. Land- und Forstwirtschaft verfolgen ambitionierte Umweltschutzziele. Wichtigste Exportgüter sind Maschinenbauprodukte (Maschinen, elektrische Geräte, Computer, Fahrzeuge) mit 55.4%, Wald- und Forstprodukte (Holz, Papier, Zellstoff) mit 13,6%, chemische und pharmazeutische Produkte mit 10,6% sowie mineralische Produkte (Eisenerz, Stahl, sonstige Metalle) mit 7,9%. In den letzten Jahren erlitt die schwedische Wirtschaft und insbesondere die Sektoren Telekommunikation und Informationstechnologie zunehmende Verluste, das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im allgemeinen. Haupthandelspartner des Landes sind Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und die USA. Außer in der EU ist Schweden Mitglied der European Free Trade Association (EFTA), dem Ostseerat (Council of the Baltic Sea States; CBSS) und dem Barents Euro-Arctic Council.
Geschäftsverkehr
Geschäftsleute sprechen in der Regel Englisch, mitunter auch Deutsch. Visitenkarten sind üblich, auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt. Im Juli, dem traditionellen Urlaubsmonat, schließen fast alle Betriebe.
Geschäftszeitem
In vielen Betrieben gibt es Gleitzeit; Mittagspause ist normalerweise zwischen 12.00 und 13.00 Uhr.
Kontaktadressen
Schwedische Handelskammer, Berliner Allee 32, D-40212 Düsseldorf. Tel: (0211) 862 02 00. Fax: (0211) 32 44 88. (E-Mail: info@schwedenkammer.de; Internet: www.schwedenkammer.de)
Schwedischer Außenwirtschaftsrat, Cicerostraße 21, D-10709 Berlin. Tel: (030) 893 60 60. Fax: (030) 89 36 06 66. (E-Mail: germany@swedishtrade.se; Internet: www.swedishtrade.com)
Zweigstelle in Stuttgart.
Stockholm Chamber of Commerce, PO Box 16050, S-103 21 Stockholm. Tel: (08) 55 51 00 00. Fax: (08) 56 63 16 00. (E-Mail: info@chamber.se; Internet: www.chamber.se)
Weitere Handelskammern für Regionen und Städte.
Konferenzen und Tagungen
Die größten Kongreßzentren stehen in Stockholm, Göteborg und Malmö zur Verfügung, auch in Lappland gibt es zwei Tagungsstätten. Die Globus-Arena in Stockholm ist für Konferenzen mit maximal 5000 Teilnehmern eingerichtet; weitere Stockholmer Tagungsstätten bieten Kapazitäten für bis zu 3000 Teilnehmer. Andere Konferenzlokalitäten verfügen über Kapazitäten für 200-500 Personen. Weitere Informationen sind u. a. erhältlich bei:
Swedish Travel & Tourism Council (s. Adressen);
Stockholm Information Service (s. Adressen);
Göteborg Convention Bureau, Mässansgatan 8, S-41251 Göteborg. Tel: (031) 61 52 00. Fax: (031) 81 10 48. (E-Mail: convention.bureau@gbg-co.se; Internet: www.goteborg.com)
Malmö Congress Bureau, Centralstationen, S-21120 Malmö. Tel: (040) 34 22 04. Fax: (040) 34 22 11. (E-Mail: konferens@malmo.se; Internet: www.malmo.se)